Hobbycup 2 Wie konnte das nur passieren? Es ist uns unerklärlich.
Die Vorbereitungszeit lief wie geschmiert, alle Spieler Top fit, keine Verletzungen. Unsere Neuerwerbung, ehemaliger Meisterschaftsspieler Robert gab uns noch viele Tipps und zeigte uns viele Tricks wie wir die Gegner zermürben können.
Aufgrund der tollen Vorbereitungen muss eigentlich der Aufstieg mühelos zu erreichen sein.
Dank unseres Platzwartes und Trainer Fellner Franz konnten wir schon frühzeitig ins Training einsteigen.
Die Vorfreude auf das erste Spiel gegen ASKÖ Braunau war schon riesig.
1. Spiel, erster Heimsieg – alles (Mission „Aufstieg“) läuft nach Plan 😊.
Gute Laune und große Sprüche waren bei der Siegesfeier auf unserer Terrasse gegenwärtig.
Auch die Braunauer mussten neidlos anerkennen, dass es keine Schande ist von den haushohen Favoriten geschlagen zu werden. Es war ihnen eine Ehre, dass sie gegen den Bezirksliga Anwärter zwei Spiele gewinnen konnten. Zuhause sind wir einfach eine Macht.
Aufgrund dieser hervorragenden Leistungen wurde das Training von unserem Trainer Fellner Franz gestrichen – mit der Begründung „Besser geht nicht mehr“.
Mit großer Zuversicht gingen wir in das nächste Heimspiel gegen Handenberg. Wer ist eigentlich Handenberg?
Wieso hätten wir uns dafür großartig vorbereiten sollen? Und dann kam es – wie ein Blitz an einem wunderschönen Sommertag – unerwartet schlug er ein. Keiner konnte damit rechnen.
Das Spiel ging 5:1 verloren! ☹ Sind wir etwa doch verwundbar???
Unser Trainer Fellner Franz war fuchsteufelswild. Das ausgesetzte Training wurde noch am gleichen Tag wieder aufgenommen. Strafweise gab es nach dem Training nicht einmal ein Bier. Mehrer Krisensitzungen wurden einberufen. War das nicht doch etwas übertrieben – es war ja nur ein Spiel das verloren ging. Aber natürlich – für die Mission Aufstieg war diese Leistung zu wenig!
Mit angeknackstem Selbstvertrauen fuhren wir nach Hochburg-Ach. So etwas darf uns einfach nicht mehr passieren. Hochkonzentriert und wortlos, fuhren wir gemeinsam nach Hochburg. Die Anspannung lag in der Luft. Mit versteinerter Mine gingen wir auf den Platz. Es darf uns absolut kein Fehler mehr passieren. Es kam wie es nicht kommen sollte. Auch dieses Spiel ging 5:1 verloren. ☹ Der Kummer war unseren Gesichtern anzusehen. Wir mussten uns bereits nach dem dritten Spiel das große Ziel „Aufstieg“ in die Haare schmieren (der noch welche hatte 😉).
Nach den beiden letzten Jahren, an denen wir bis zum letzten Spieltag um den Aufstieg mitkämpften, war in dieser Saison bereits jetzt klar, dass sich der Aufstieg nicht mehr ausgehen kann.
Wir waren an einem gewissen Tiefpunkt angelangt. Nicht einmal das „Uttendorfer“ konnte unsere Stimmung heben. Die Resignation war am Höhepunkt und die Stimmung am Tiefpunkt.
Genau mit dieser Stimmung fuhren wir nach Gilgenberg. Und es kam wie es kommen musste. 6:0 verloren. ☹
3 Spiel hintereinander verloren. Das ist in den letzten 30 Jahren nie passiert. Aus der Aufstiegsfreude wurde nun Abstiegsängste.
So eine Mannschaft mit so viel außergewöhnlichen Spielergrößen, wo Tennisgrößen wie Nadal den Hut ziehen würde, sind nun in den Abstiegskampf verwickelt. Das kann nicht sein.
Mental zerstört, mit dem Hintergrundwissenm wir müssen das nächste Spiel gewinnen, gingen wir in das Spiel gegen Neukirchen. Die Begegnung konnten wir 4:2 für uns entscheiden. Die Erleichterung nach dem Spiel war groß – wir konnten nicht mehr letzter werden. Wir feierten bis spät in die Nacht. Es schien als ob das Abstiegsgespenst den Tennisplatz Burgkirchen verlassen hat.
Aber der große Spielverderber ist das neue Regelwerk, das besagt, dass die beiden letzten Mannschaften absteigen.
Es waren keine guten Voraussetzungen für das letzte Spiel gegen Tarsdorf, wo uns nur mehr ein Sieg retten konnte. Mit weichen Knien fuhren wir nach Tarsdorf. Unsere Hoffnungen auf den Sieg wurden nach den Einzeln schon begraben. Doppel war nur mehr eine Formsache.
Und somit kam das mit dem keiner gerechnet hatte. Aus dem von allen erträumten Aufstieg wurde der bitterliche Abstieg.
Aber warum? Wir wissen es bis jetzt nicht.
War es Pech? Unvermögen? Unglück? Regelwerk? Trainer? Neuerwerbung?
Das sollen die Leser, Zuseher und die unzähligen Fans die uns hoffentlich weiterhin die Treue halten, selber entscheiden.
Mit sportlichen Grüßen,
eure Mannschaftsführer Hermann und Markus
Saisonabschluss mit Schläger, Schmäh und Grillplatte
Hobby 1 vs. Hobby 2 – wenn Ergebnisse Nebensache werden
Wie jedes Jahr durfte zum Saisonende natürlich eines nicht fehlen: das große Abschlussspiel zwischen Hobby 1 und Hobby 2. Eine Begegnung, bei der zwar offiziell Punkte gezählt werden, inoffiziell aber ganz andere Dinge im Vordergrund stehen – nämlich Spaß, Vereinsleben und die Frage, wer darf am Ende des Tages flapsige Sprüche über Sieg und Niederlage machen.
Der Start verlief aus Sicht von Hobby 1 noch etwas holprig. Spiel 1 ging an Hobby 2, was gleich einmal für erste Sticheleien am Spielfeldrand sorgte. Doch lange hielt die Überlegenheit nicht: Spiel 2, 3, 4 und 5 gingen allesamt an Hobby 1 Saison, die damit eindrucksvoll zeigte, dass sie nicht nur über eine starke Saisonform, sondern auch über langen Atem bzw. wahrscheinlich die noch bessere Kondition verfügte.
In Spiel 6 meldete sich Hobby 2 noch einmal zurück und holte sich einen weiteren Einzelsieg – wohl auch, um klarzustellen, dass man sich kampflos sicher nicht geschlagen gibt.
Damit war aber noch lange nicht Schluss, denn wie es sich für einen ordentlichen Saisonabschluss gehört, standen auch die Doppel auf dem Programm. Und dort wurde sich auch noch einmal ordentlich Gemächt: Doppel 1 ging an Hobby 2, Doppel 2 und Doppel 3 sicherte sich Hobby 1.
Spätestens hier war klar: Das Ergebnis war zweitrangig (außer, dass es eine weitere Saison keine blöden Sprüche seitens Mannschaftsführer Hobby2 gibt, wer die Nummer 1 unter den beiden Hobbymannschaften in Burgkirchen ist).
Den krönenden Abschluss lieferte schließlich unsere Vereinswirtin, die mit einer großzügigen Grillplatte samt Nachspeise dafür sorgte, dass selbst die letzten Diskussionen über Linienbälle, Netzroller und „eh knapp drin“ schnell vergessen waren. Mit vollem Magen, leerem Glas und vielen lachenden Gesichtern klang der Tennis-Sommer aus – so, wie man es sich wünscht.
Fazit: Tolles Wetter, faire Matches, viel Schmäh und bestes Essen – genau so darf eine Saison zu Ende gehen.




